Einmal im Leben eine Dampflok fahren !   

 

 

 

 

 

Unter diesem Aspekt fand ich bei den Harzer Schmalspur-Bahnen vor langer Zeit ein interessantes Angebot im Internet. Obwohl die Voraussetzungen und Anforderungen nicht gerade leicht, andererseits aber verlockend erschienen, entschloss ich mich im Oktober 2008 endlich dazu eine Anmeldung abzusenden.
Doch es war im Grunde gar nicht so leicht, einen Platz für diesen Lehrgang zu erhalten. Nur dem Umstand dass ein anderer Bewerber den vorgeschriebenen Gesundheitstest nicht bestand hatte ich es zu verdanken, dass ich einen Platz vom 6. bis 18.August 2009 erhielt und nicht bis 2010 warten musste.

 

 

Zunächst galt es, den erwähnten Gesundheitstest nach VDV-Schrift 714 ( VDV – Verband deutscher Verkehrsunternehmen ), die Tauglichkeitsstufe „G 25", erfolgreich zu überstehen. Wer mit dem Gedanken spielt sich dieser Prozedur ebenfalls zu unterziehen, der soll zuerst versuchen auf einem neuen 5 oder 10 Euro-Schein den Plattencode ( z.B.: E003H2 ) oben rechts zu lesen .

 

 

Diese Hürde war im Januar 2009 geschafft !  -  Wie geht's weiter  ?

 

 

Es hieß zunächst mal zuhause ( x Tage ) Theorie pauken und die interaktive Dampflok auf DVD in ihrer Funktion abzuarbeiten. Das zur Verfügung gestellte Lehrmaterial war sehr umfangreich und anspruchsvoll. 
Wer sich bislang nicht mit Dampfloks und der Eisenbahn im M 1:1 auseinandergesetzt hat, derjenige wird ein volles Abendprogramm vorfinden. Signaltechnik, Lokomotivkunde - u.a. wie heißen wohl die einzelnen Teile der Heusinger Steuerung, wie wird der Kessel mit Wasser versorgt, wie wird der Wasserstand überwacht und geprüft, wie sieht der Weg des Dampfes aus, wie funktioniert ein Trofimoff-Schieber und zuletzt eine ganze Menge Eisenbahnbetriebsdienst. Mehr soll nicht verraten werden, denn es soll auch für künftige Ehrenlokführer noch ein Rest von Spannung bleiben.

 

 

Die ersten Lehrgangstage, im Bahnhof Wernigerode-Westerntor

 

 

Wie schon auf dem Bild erwähnt : . . . " unserer " Aus- und Weiterbildung bedeutete, dass sich außer mir noch Jürgen, Steffen und Frank dieser Aufgabe verschrieben hatten. Bei Einführung und Theorie ( Tag 1 + 2 ) waren wir beisammen, beim Fahrdienst jeweils einer Planbesatzung zugeteilt und hatten die unterschiedlichsten Schichten mitzumachen. Wobei unter Theorie viel Wert auf praxisnahen Unterricht gelegt wurde. Werkstattbesuch, Demos auf einer Lok und im Labor der Kesselwasserüberwachung ließen die Themen alles andere als trocken werden. Schriftliche und mündliche Prüfung am 5. Tag schlossen diesen Teil der Ausbildung ab und waren die Voraussetzung für die Fortsetzung des Lehrganges.

 

 

Zwischendurch waren Tag 3 + 4 ( Samstag-Sonntag ) mehr als praxisnah, als wir unseren Lok-Planbesatzungen zugeteilt wurden und deren Schichten mitfuhren. Wernigerode - Brocken - Drei Annen Hohne - Brocken - Wernigerode standen bei mir sowohl von 12:25 bis 20:36 Uhr als auch von 10:55 bis 19:06 Uhr auf dem Programm. Und dann kam - wie schon erwähnt - der ominöse Tag 5
( Montag ) mit schriftlicher und mündlicher Prüfung. Was wird wohl auf uns zukommen ? Wir haben es auf alle Fälle gepackt und harrten der Dinge die uns im Fahrbetrieb begegnen sollten.

 

 

Tag 6, es geht wieder auf die Lok !

 

 

Eines kann man den Harzern ehrlich bestätigen, sie haben uns feste eingespannt und alles abverlangt. Aber wir wollten es ja so und sind voll auf unsere Kosten gekommen. Doch bevor es auf die Strecke ging, hieß es zunächst das edle Feuerross vorzubereiten.

 

 

Aber davon mehr auf der nächsten Seite.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30.11.2009 - Neu :
Zum ultimativen
HSB-Lied !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

( C ) Peter Rieger 08/2009 - Stand: B - 26.1.13 - textliche Verbesserungen